Gott hilft in Krisen

Von Stefan Goldbach

"Einst, wenn ich gross bin, werde ich reich. Ungeheuer reich!" Der Schwur wollte nicht recht passen zu dem Knaben, der ihn ausstiess. Da stand er... Schlecht sitzende Schuhe, abgetragene Hosen. Auf dem Weg zur Schule hatte er seine Anmeldung für das Klassenlager aus dem Umschlag gezogen und durchgelesen. Und da sah er es, dieses Kästchen, das seine Eltern angekreuzt hatten: "Ersuchen um eine Subvention."

Der Knabe schämte sich. Ins Klassenlager? Die Freude war ihm vergangen. Zu Hause erzählte er dem Vater von seinem Entschluss, sich ein Vermögen zu erkämpfen. Der Vater hörte ihn an und dachte nach. - Er selber war der uneheliche Sohn eines reichen Industriellen, der sich ein hübsches Mädchen als Mätresse gehalten hatte. Zu mehr als einer Coiffeurlehre hatte er allerdings nie die Chance erhalten. Das Auskommen reichte für die siebenköpfige Familie zum Leben, aber es war knapp. Zu knapp für Dinge wie ein Auto oder das Klassenlager. Er konnte seinen Sohn verstehen, den Dritten in der Reihe, der sich darüber aufregte, ständig in Kleidern und Schuhen gehen zu müssen, die schon seine zwei älteren Brüder getragen hatten. - "Mach das", sagte er zu seinem Sohn. "Ich finde es gut."

Senkrechtstarter

Der Knabe hiess Kurt Bühlmann. Mit 26 zog er in die Westschweiz und gründete - zusammen mit einem seiner Brüder - eine eigene Firma, mit 28 besass er seine erste Million. Der Werbe- und Marketingfachmann hatte in der Baubranche ein Betätigungsfeld gefunden, in dem er sich bald bewegte wie ein Hecht im Karpfenteich. Zum Firmensitz der "Bühlmann frères SA" in Nyon kamen Filialen in Genf, Lausanne und Martigny im Wallis. Kurt Bühlmann hielt nicht nur die Aktienmehrheit in Händen, sondern war auch Verwaltungsratspräsident und Generaldirektor in Personalunion. Als Privatmann stieg er zusätzlich noch in Immobilienspekulationen ein und riskierte Deals in zweistelliger Millionenhöhe. Damit erzielte er nicht nur erhebliche Gewinne, sondern speiste seine Firmengruppe ununterbrochen mit neuen Bauaufträgen. Das System hatte Methode, die Kasse klingelte. Bühlmann verdiente als Promoter, als Generalunternehmer, als Bauführer und als Immobilienhändler. Sein Privatvermögen stieg. Fünf Millionen, zehn, fünfundzwanzig ...

In Nyon nannte man den neuen Bau-Tycoon hinter vorgehaltener Hand bald nur noch "le grand Bühlmann". Und der polierte unentwegt an seinem Image weiter. Seine zwei Tonnen Wasser verdrängende Yacht auf dem Genfersee musste einem Neuntönner weichen, dieser einem Zwölftönner. Beim Bau eines neuen Firmensitzes liess er gleich noch einen klimatisierten Weinkeller anlegen. Fassungsvermögen 100 000 Flaschen. Ausgesuchte Bordeaux-Jahrgänge von Château Lafite-Rothschild, Margaux oder Mouton-Rothschild usw. wurden palettweise eingekauft, die Rechnungen waren nicht selten sechsstellig.

Bis an die Spitze

Allmählich wurde es im Establishment interessant, jenen Kopf kennen zu lernen, der in fünfzehn Jahren eine 2-Mann-Bude zu einer 300-Personen-Firmengruppe hochgebracht hatte. Man lud ihn ein bis in höchste Financiers-Kreise. Für einen freundschaftlichen Golfausflug im Privathelikopter nach Monte Carlo revanchierte sich Bühlmann mit einer Weindegustation. Keiner gewöhnlichen natürlich. Inmitten seines mit schwarzem brasilianischem Granit getäferten Degustationsraumes warteten ausgesuchte Tropfen im Wert von - 30 000 Franken.

"Jeden Tag ein neuer Kunde, ein neuer Bauplatz, ein neuer Erfolg." Mit diesem Slogan heizte Bühlmann nicht etwa Mitarbeitern hinter verschlossenen Bürotüren ein, sondern warb damit offen um Bauprojekte jeder Art und Grösse. Die Konkurrenten bekamen die Härte des Newcomers empfindlich zu spüren.

Das Imperium bröckelt

1989 erliess der Bundesrat den dringlichen Bundesbeschluss gegen die Immobilienspekulation. Damit war es über Nacht verboten, Häuser weiter zu verkaufen, die nicht mindestens fünf Jahre im eigenen Besitz gewesen waren. Diese gesetzliche Regelung traf den Lebensnerv des Immobilien-Promoters Bühlmann. Die Banken, die ihm zuletzt Bauprojekte zu über 100 Prozent finanziert hatten, schätzten bestehende Liegenschaften neu ein und korrigierten deren Werte massiv nach unten. Die Hypothekarzinsen wurden drastisch erhöht, die Bezugslimiten für bestehende Baukredite gesenkt. Bühlmann konnte seine teuren fertig gestellten Häuser nicht mehr verkaufen, und weil der Wohnungsmarkt einbrach, liess sich der Schock auch nicht über Vermietungen auffangen. Die eigenen Baufirmen, denen die Aufträge aus Bühlmanns Promoter-Tätigkeit empfindlich zu fehlen begannen, gerieten in Zahlungsschwierigkeiten, die Zinsen liefen auf.

Während sein Firmennetz zu zerreissen begann, lernte Kurt Bühlmann einen Geschäftspartner kennen, der Land zum Bau einer Kirche gekauft hatte. Dieser Mann hiess Otto Ringli. Er klopfte nicht einfach Bibelsprüche, sondern konnte auf gezielte Fragen Bühlmanns sein wirtschaftliches Handeln mit biblischen Beispielen begründen. Das imponierte dem Tatmenschen Bühlmann. Ringli schenkte ihm eine Bibel. "Prüf, was da drin steht", sagte er. "Wenn es nicht funktioniert, dann schmeiss ich das Buch weg", antwortete der Beschenkte. "Abgemacht."

"Ein Privatkonkurs wäre das Einfachste"

Die Schwierigkeiten, gegen die Bühlmann täglich anzukämpfen hatte, waren erdrückend geworden. Im Grunde, befand er, hatte er gar keine andere Wahl, als sich auf Gott einzulassen. Und mit der gleichen Konsequenz, mit der er seiner unternehmerischen Tätigkeit nachzugehen pflegte, zögerte er nicht lange, wurde Christ und schloss sich einer Gemeinde an. "So", dachte er, "und nun komme ich mit Gottes Hilfe aus dem Schlammassel wieder heraus, und dann wird Kohle gemacht zur Ehre des Herrn."

Die Talfahrt hielt an. Bühlmann musste, die Faust im Sack, seine Firmen verkaufen. Und noch immer liefen Betreibungen bei ihm ein. Seine Schulden bezifferten sich schliesslich auf 50 Millionen. In seiner Ehe begann es zu kriseln. Der Vater starb, unter den Brüdern machte man Kurt Bühlmanns Grössenwahn für den Firmenzusammenbruch verantwortlich. Drei Bankdirektoren rieten ihm unabhängig voneinander, er solle doch Privatkonkurs anmelden, das wäre in seiner Situation das Einfachste.

Bühlmann warf die Bibel nicht fort. Irgend etwas in ihm war anders geworden - er hatte in sich eine unerklärliche Gewissheit, dass Gott ihn nicht fallen lassen würde. Anders als mancher seiner früheren Geschäftspartner blieb er kerngesund, selbstbewusst, wurde nicht depressiv, griff nicht zum Alkohol. Und er fand den Punch, zugedeckt von Schulden, eine neue Beratungsfirma zu gründen.

Der Schuldner vor dem Bank-Vizedirektor

Aber die Schuldenlast blieb. Eine Bank eröffnete ein Betreibungsverfahren für ein Immobiliengeschäft, in das Bühlmann mit sechs Partnern involviert war. Es bestand Solidarhaftung. Jeder der Beteiligten schwebte damit in der Gefahr einer Zwangsvollstreckung. Und die war schon nach einer Frist von zehn Tagen möglich. Bühlmann hing in dieser Sache drin mit Verbindlichkeiten in Höhe von 14 Millionen. Längst hatte er kein Geld mehr. Es gab nur eine Möglichkeit, die Zahlung aufzuschieben: Rechtsvorschlag zu erheben. Das bedeutete, auf juristischem Weg die Gültigkeit der Schulden anzugreifen. Bühlmann gefiel dieser Ausweg nicht. Wie sollte er eine finanzielle Verschuldung bestreiten, die er offensichtlich eingegangen war?

Eine Nacht verbrachte er im Leichtschlaf, am Morgen hatte er die Gewissheit erlangt, dass er keinen Rechtsvorschlag erheben solle. Prompt kam die Einladung zu einem Vizedirektor der Bank. Bühlmann ging hin, ein mulmiges Gefühl im Magen. "Sie haben als Einziger von sieben Geschäftspartnern in dieser Sache keinen Rechtsvorschlag erhoben", begann der Vizedirektor, "warum nicht?" Bühlmann fing an zu erklären, er sei keineswegs übergeschnappt. Er wisse wohl, dass er sich damit der Bank in die Hände gebe. Aber er hätte durch alle Schwierigkeiten hindurch zurück zu Gott gefunden. Er könne es weder mit seinem Gewissen noch mit seinem Glauben vereinbaren, eine finanzielle Schuld abzustreiten, von der er selber genau wisse, dass sie zu Recht bestehe. Der Mann sah ihn an: "Sie sind in meinem ganzen Leben der erste Immobilienspekulant, der nicht nach Ausreden sucht. Ihre Geschäftspartner haben alle Rechtsvorschlag erhoben, Sie nicht. Deshalb werde ich Sie in dieser Sache nicht weiter behelligen. Aber Ihren Partnern setzen wir jetzt den Hebel an."

Vier Jahre vergingen. Kurt Bühlmann erhielt die Vorladung auf ein Notariat. Vertreter der Bank waren anwesend, ebenso seine sechs ehemaligen Partner. Er sollte nur noch seine Unterschrift unter einige Dokumente setzen, und er wäre frei von 14 Millionen Franken Schulden. "Das ist doch kein gutes Zeugnis", dachte er bei sich. "Sie sollen zahlen, und ich, der Christ, ich komme ungeschoren weg." Und er weigerte sich, die Dokumente zu unterschreiben. "Nun mach schon", sagten ihm sogar seine Partner, "die Sache ist für uns absolut okay." Beim anschliessenden gemeinsamen Essen kam es aus: Die Bank hatte ein Arrangement gefunden, das sämtliche sechs Partner nicht benachteiligte und Bühlmann trotzdem aus seinen Verpflichtungen entliess.

Comeback?

"Gottes Planung funktioniert, aber anders, als ich zuerst dachte", sagt Kurt Bühlmann. Noch heute, zehn Jahre nach der Immobilienkrise, ist sein Schuldenabbau nicht zu Ende. "Ich habe Gott oft gefragt, warum das so lange dauert. Aber ich kann ihn gut verstehen. Wenn ich nach ein, zwei Jahren wieder hochgekommen wäre, dann hätten alle gesagt: "Seht! Le grand Bühlmann! Der Wahnsinnskerl hat's wieder einmal geschafft." Sollte ich nach all diesen Jahren ein Comeback erleben - und ich glaube, es kommt noch so weit -, dann wird es jedem klar sein, dass eine grössere Macht im Spiel gewesen ist als ein Kurt Bühlmann."

von Daniel S.

Während meines Chemiestudiums, anlässlich einer mündlichen Zwischenprüfung, wurde mir von den zwei Prüfungsexperten die Aufgabe gestellt, an der Wandtafel eine bestimmte chemische Formel herzuleiten (d.h. diese mathematisch zu beweisen). Ich hatte da keine Ahnung, stand vor der Wandtafel und war völlig ratlos. Lautlos betete ich in meinem Herzen: "Herr, hilf mir, du hast doch die Chemie erfunden!" Tatsächlich kam ein Gedanke und ich schrieb diesen auf. Mit Erstaunen hörte ich von den Professoren: "Gut, weiter!" Und so schrieb ich schwitzend fast eine halbe Stunde lang Sachen an die Wandtafel, von denen ich keine Ahnung hatte.

Immer wieder hörte ich "Gut, weiter!", und glaubte schon fast, am Ziel zu sein, als mich einer der beiden stoppte: "Nein, so geht das nicht!". Doch bevor ich reagieren konnte, meinte der andere Professor: "Doch, so geht das auch!" Nach einer kurzen Diskussion konnte ich fortfahren und erfuhr kurze Zeit später, dass ich die Prüfung erfolgreich bestanden hatte.

So erlebte ich Gottes Antwort auf mein Gebet und die praktische Auswirkung des Verses in Jer. 33.3: "Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Grosses und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst."

Von Raymond Schmid

In der Märzausgabe 2014 des „Männer aktuell“ und in der Septemberausgabe 2014 der Füürposcht durfte ich bereits etwas davon berichten, was nach dem letzten Männertag im wahrsten Sinne des Wortes „einschneidendes“ in meinem Leben passierte. Anfang November war eine Darmoperation geplant, wie sie häufig durchgeführt wird. Vorgesehen waren sieben Tage Spitalaufenthalt und dann noch eine Woche Erholung zu Hause.

Nach der Operation, bei der man rund 20 cm des Dickdarmes im Bereich des Sigmas entfernte, sah zuerst alles gut aus. Doch leider zeigte sich bald, dass die Naht am Darm nicht ganz dicht war, und es kam zu einer schweren Sepsis. Nach einer Notoperation, bei der man ein Stoma (künstlicher Dick-darm-Darmausgang) legte und den Bauchraum reinigte, war ich einige Tage auf der Intensivstation. Wie ich nachher vernahm, hing mein Leben an einem seidenen Faden. Insgesamt verbrachte ich fünf Wochen im Spital und drei in der Reha. Am 31.12. war ich endlich wieder zu Hause und war, dank der sehr wichtigen Zeit in der Reha, auch in der Lage, mein Stoma selbst zu versorgen.

In diesen acht Wochen geht einem viel durch Kopf und Herz. Erstaunlich war für mich, dass ich trotz immer neuen schlechten Nachrichten nicht verzweifelte. Natürlich war ich nicht begeistert, dass bei mehreren Verlaufsoptionen leider die schlechtere eintrat. Obwohl mich einige Fragen in diesen Situationen bewegten, erlebte ich eine innere Ruhe und ein Getragensein. Die Zeit auf der Intensivstation war die schwierigste. Nachdem ich wieder aus dem zum Glück kurzen Koma erwacht war, hatte ich zwar meine körperlichen Probleme. Ich wurde aber super umsorgt. Am meisten stresste mich, dass ich vieles mitbekam, was in den vier nur durch Vorhänge unterteilten Bereichen dieser Intensivstation passierte. Alle Nöte meiner Nachbarn und von deren Familienmitgliedern, der Tod einer Nachbarin usw. waren total stressig. Ich wünschte mir nur noch, so schnell wie möglich wieder in „mein“ Zimmer verlegt zu werden. Leider konnte ich nicht sprechen und meine koordinativen Fähigkeiten waren zum Schreiben unbrauchbar (nach 2-3 Buchstaben war das A4-Blatt quer bereits beschrieben!). An diese Zeit habe ich nur noch rudimentäre Erinnerungen. Ich weiss aber noch, dass sich wegen meiner Verständigungsprobleme so komische Situationen ergaben, dass wir einige Male sehr lachen mussten. Das tat echt gut, denn ich lache gerne, auch über mich. Was ich ebenfalls noch weiss, ist, dass ich mich geborgen fühlte und niemals Angst hatte. Dies ist ein Geschenk, das mir mein Vater im Himmel durch seine Fürsorge und Liebe zuteilwerden liess.

Nach der Intensivstation kam ich mit 21 kg Mehrgewicht (eine Zunahme von rund 25 %) – alles Flüssigkeit – auf mein Zimmer. Ich konnte mich kaum bewegen und war total aufgedunsen. Was ich da an engagierter und kompetenter Pflege durch das Pflegepersonal erlebte ist einfach genial und um-werfend. Ausnahmslos alle umsorgten mich, so dass ich nach und nach wieder zum Normalgewicht zurückfand und mich langsam erholte. Wie bereits oben erwähnt, war leider auch in dieser Phase die schlechtere Option eines Fortschrittes die Regel. Aber langsam ging’s bergauf. Das Stoma würdigte ich in dieser Zeit keines Blickes. Ich hatte null Bock darauf.

Eine meiner Töchter übernahm seit den ersten Schwierigkeiten vor der zweiten Operation alle Kommunikationsangelegenheiten. Täglich informierte sie sich über die Situation bei Ärzten und beim Pflegepersonal und informierte per E-Mail und SMS Familie, Freunde und Gemeinde. Dank diesem professionellen Engagement wurde es möglich, dass sehr viele Personen für mich und mein Umfeld beteten. Auch auf der ganzen Welt. Dieses Getragensein durch die Gebete meiner Lieben war und ist eine totale Ermutigung und Stütze. Fast täglich erhielt ich Grusskarten und kleine Aufmerksamkeiten.

Trotzdem lag ich insgesamt fünf Wochen im Spital in meinem Bett und anfänglich schaffte ich es nur zum Essen in den Sessel. Was macht man, wenn man so viel Zeit hat? Ich hatte kein Interesse an E-Mail und SMS. Wenn ich solche erhielt, musste meine Familie sie mir vorlesen. Ich hatte schlicht nicht die Energie, mich damit zu befassen. Aber das, was ich in dieser Zeit mit Gott erlebte, ist schon eindrücklich. Ich durfte intensive und lange Gebetszeiten haben. Gott war mir nahe und so betete ich für viele Personen, insbesondere auch solche, die krank waren. Diese Zeiten waren so wohltuend. Ich hatte zwar keine Energie, in der Bibel zu lesen, aber wie nie zuvor erlebte ich die Nähe meines himmlischen Vaters. Gestärkt am Herzen des Vaters! Dazu kam, dass mich u.a. Personen aus meiner Kleingruppe besuchten und mit mir beteten. Auch da erlebte ich absolut beglückende Momente. Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist waren so gegenwärtig. Ich wusste auch, dass viele Personen aus meiner christlichen Gemeinde regelmässig für mich beteten, und ich durfte jeden Tag aus meinem Zimmer auf unser neues Gemeindezentrum schauen und daran erinnert werden.

Wenn ich heute auf diese Zeit zurückschaue, muss ich staunen. Gott hat mir nochmals das Leben geschenkt und ich durfte trotz körperlicher Unmöglichkeiten und Problemen erleben, wie ich getragen und beschenkt war durch die Nähe meines himmlischen Vaters. Zudem durfte ich nach insgesamt fünf Wochen Spital noch drei wichtige Wochen in die Reha, was sehr entscheidend für meine Genesung und den Wiedereinstieg im Alltag war. Nach siebeneinhalb Monaten war ich endlich wieder voll arbeitsfähig.

Ich bin heute mehr denn je davon überzeugt, dass Gott gut ist – nur gut – und er sich um mich sorgt, wie ein Vater sich um sein Kind sorgt. Seine Liebe für mich ist so unfassbar gross, dass er sogar seinen eigenen Sohn Jesus Christus dafür gab, damit wir leben.

Das Stoma soll gegen Ende Jahr zurückverlegt werden. Ich hoffe und bete, dass diese dritte Operation besser verläuft als die erste und freue mich schon heute darauf, wenn ich wieder „normal“ leben kann.

In der Zwischenzeit freue ich mich auf den Männertag mit Michael Herwig und das Thema „Gestärkt am Herzen des Vaters“. Ich hoffe, dich am 8. November 2014 im gate27 in Winterthur zu sehen.