Männerwochenende 2014

Männerwochenende 2014

Best Friends

Am Wochenende wurden u.a folgende zwei Folien gezeigt. Du kannst diese hier runterladen:
Die Steinplatte von oben
Das Haus mit Untergrund

Freundschaft hat ihren Preis. Was hemmt und blockiert, kann sich lösen, wenn Männer offenlegen, was sie mit sich herumtragen. Dazu bieten sich Kleingruppen an.

Am 21.-23. März suchte das Deutschschweizer Männerforum im Ländli in Oberägeri unter dem Titel „Best Friends“ nach Freundschaft in dreifacher Beziehung: mit dem eigenen Herzen, mit Gott und mit Menschen. Referenten waren Christian Schürmann und Volker Dehn vom süddeutschen Seelsorgewerk Josua-Dienst e.V. Sie nahmen in ihren Vorträgen kindliche Prägungen in den Blick, die Männern auf ihrem Weg zu schaffen machen, und zeigten Wege zur Heilung von Verletzungen auf.

Prägende Erlebnisse
Ein Zaun blockiert den Weg über eine grüne Blumenwiese: Das Bild bezog Schürmann auf Ängste, Verletzungen und Muster aus der Kindheit, die viele Männer mit sich herumtragen. Wenn ein Kleinkind spüre, dass es den Eltern zur Last falle, hinterlasse dies in der Seele Spuren. Familiäre Nöte führten zu Unsicherheit, das Erleben von Trennung, Tod oder Scheidung und häufiges Umziehen zu gefühlter Heimatlosigkeit: „Wir wissen nicht, wo wir richtig hingehören.“ Der Schmerz aus Mangel und Verletzungen, auch durch Überforderung, wird aber laut Schürmann von Männern oft geleugnet. Sie neigten dazu, „dicht zu machen“. Mit einem grossen „Lebenshaus“ verdrängten und verdeckten gerade Erfolgsmenschen, was ihnen fehle.

Gott ans Verborgene lassen
Der Gast brauchte das Bild einer Steinplatte, die Männer auf den Mangel und die Not in ihrem Herzen legen, um damit nicht ständig in Berührung zu kommen und sich zu schützen. Doch der Spagat zwischen äusserem Schein und dem Mangel im Herzen sei sehr anstrengend und stehe jeder Beziehung im Weg. Daher sollten Männer Gott erlauben, die Steinplatte zu heben und den Mangel von seiner Liebe ausfüllen zu lassen. Dann könne eine authentisch männliche Existenz aufgebaut werden. „Bist du bereit, die Steinplatte anzuheben, dass Gott wirklich an dein Herz kommt?“ Die Referenten leiteten an, Schmerz und Verunsicherungen wahrzunehmen und Heilung durch Gott zuzulassen. Volker Dehn machte Mut, „den Inhalt deines Herzens preiszugeben – egal was drin ist. Wenn du das nicht tust, wird dein Leben sich nur beschränkt verändern.“ Wer Menschen vertraute und enttäuscht wurde, muss den anderen vergeben, damit Heilung bei ihm selbst geschehen kann.

Mut machende Kleingruppe
In Kleingruppen legten die 135 Teilnehmer offen, wo sie anstehen und wie sie fortschreiten, und sprachen einander Vergebung und Mut zu. Zu Beginn des Wochenendes am Freitagabend hatten sie die Interaktion in einer Smallgroup als spontane Performance erlebt.

Der Vorstand des Männerforums setzt auf die erneuernde Dynamik von solchen Smallgroups einer Handvoll Männer, die miteinander teilen, was sie wirklich beschäftigt und schmerzt. Präsident Thomas Humbel und Markus Haller orientieren sich für die Förderung von Kleingruppen an den von John Wesley im 18. Jahrhundert aufgestellten Regeln. Sie führen im April den dritten Kurs für Kleingruppenleiter durch.